liebevolle Kinderbetreuung

In der Kindertagespflege Kolibri werden Kleinkinder im Alter von ca 10 Monaten bis 3 Jahren betreut

Konzeption der 
Kindertagespflege Kolibri

Vorwort

 

“Und dann muss man ja auch noch Zeit haben, einfach dazusitzen 

und vor sich hin zu schauen” 

Astrid Lindgren

 

Liebe Eltern,

Dieses Zitat von Astrid Lindgren würde mich, und den Umgang mit meinen Tageskindern, wohl am besten beschreiben. 

Sich Zeit für die Dinge nehmen. Dinge, die uns interessieren. Dinge, die wir lernen wollen. Dinge, die uns beschäftigen, um zu verstehen und zu verarbeiten. Ich möchte den Kindern diese Zeit für ihre Entwicklung und Entfaltung geben. Ihnen zuhören, Sicherheit schenken und ihre Interessen fördern, um mit ihnen gemeinsam eine wunderbare Zeit zu haben.

Stress ist ein Faktor im Leben, der sich oftmals nicht vermeiden lässt. Umso wichtiger ist es gerade bei unseren Kindern, sich diese Zeit bewusst zu nehmen. Das ist mein Weg, den ich mit den Kindern gemeinsam gehen werde. 

 

Über mich

 

Ich heiße Maren Fischer, wurde am 29. November 1992 geboren, bin verheiratet und lebe mit meinem Mann, unseren beiden Töchtern und unseren beiden Hunden in Wernau.

Unsere ältere Tochter wurde im Februar 2020 geboren und geht in den Kindergarten, unsere jüngere Tochter wurde im Mai 2024 geboren und wird von mir zuhause betreut. Das heißt, sie ist täglich im Geschehen der Kindertagespflege mit dabei.

Mit uns lebt die kleine Yorkshire Terrier Mischlingsdame Keks. Sie haart sehr wenig und wird zu den Betreuungszeiten nicht dieselben Räume teilen.

 

Als Mutter von zwei Kindern, weiß ich, dass es nicht immer einfach ist, den Beruf mit den Bedürfnissen der Familie unter einen Hut zu bekommen.

In der Schwangerschaft meiner ersten Tochter kam das erste Mal der Wunsch auf, auch beruflich mit Kindern zu arbeiten. Nach der Geburt meiner zweiten Tochter war ich nun fest entschlossen und mutig genug, diesen Schritt Tagesmutter zu werden, zu gehen. 

Mich macht es sehr glücklich, meine Zeit mit den Kindern verbringen zu dürfen und gleichzeitig den Bedarf der Eltern zu decken, die Betreuung für ihr Kind suchen.

Hierfür biete ich einen familiären Rahmen in unserem eigenen Haushalt.

 

 

Rahmenbedingungen

 

Wir leben im Elternhaus meines Mannes, in einer Wohnung zentral in Wernau. Hier betreue ich hauptsächlich im großzügigen Wohn- und Essbereich und im Spiel/Schlafzimmer. Der Flur führt zu Bad, Küche, Spiel/ Ruhebereich und Toilette. Um das Haus ist uneingezäunt Platz um im Hof spielen und toben zu können.

Außerdem gibt es in näherer Umgebung einige Spielplätze, die wir regelmäßig besuchen.

 

Anfang 2025 erhielt ich die Pflegeerlaubnis für bis zu 5 Kinder.

Im Dezember 2025 bestand ich erfolgreich den letzten Teil der Qualifizierung im Umfang von 300 Unterrichtseinheiten zur Tagesmutter. 

Ich betreue maximal drei Kinder plus mein eigenes im Alter von ca. einem bis drei Jahren, mit jeweils bis zu 15 Stunden pro Woche. 

Betreuungszeiten sind Montag, Dienstag und Mittwoch von 7.30 Uhr - 12.30 Uhr.

Schließzeiten durch Urlaub betragen ca. sechs Wochen im Jahr (vorwiegend in den Ferien) Sie werden spätestens Anfang des Jahres bekannt gegeben.

Im Krankheitsfall meinerseits bauen wir gerade ein Vertrauensverhältnis zu einer anderen Tagesmutter in Wernau auf, damit auf sie zurückgegriffen werden kann, falls die Eltern dies wünschen. Hierbei stimmen wir uns dann kurzfristig mit ihr ab, ob sie zu dem Zeitpunkt auch Kapazität hat. Für die Vertretung können wir natürlich keine Gewährleistung geben.

Im Krankheitsfall des Tageskindes wünsche ich mir insoweit Transparenz, wie es für die Gesundheit der Gruppe von Bedeutung ist. Hierzu gibt es Vorschriften des RKI´s, die bei Betreuungsbeginn von mir ausgehändigt werden. Hierzu gehört beispielsweise auch, nach einem Infekt 48 Stunden abzuwarten in denen das Kind fieberfrei ist, bevor es wieder in die Kindertagespflege kommen darf.

 

 

 

Pädagogisches Konzept

 

Kinder sind alle gleichwertig und werden von mir dementsprechend behandelt. Sie sollen in der Betreuungszeit mit allen Sinnen erforschen dürfen. Ich werde sie darin bestärken und unterstützen, aber keinen Weg vorgeben. Gerade Kinder im U3 Bereich brauchen dafür liebevolle Zuwendung und sind auf Unterstützung angewiesen. Ich biete eine sichere, familiäre Atmosphäre und begleite die Kinder vertrauensvoll auf ihrer Entdeckungsreise. Ich spreche viel mit den Kindern und benenne gerade im Alter um ein Jahr ständig was wir machen, wie etwas heißt, was wir sehen,.. Das geschieht nebenher und ist so wichtig für das Verstehen und die Sprache des Kindes.

Unsere Spielsachen sind altersgerecht abgestimmt und regen zum selbstständigen Spielen an. Hierbei bevorzuge ich Holz als Spielmaterial. Aber auch klassisches Spielzeug finden die Kinder bei mir vor. Auf elektronisches Spielzeug mit Tönen und Licht verzichte ich. Die Spielmaterialien sind für die Kinder selbstständig zu erreichen. 

Außerdem stehen eine Kinderküche zum Spielen und eine kleine Tischgruppe bereit. 

Entsprechend den Interessen der Kinder biete ich Angebote zur Beschäftigung an. Diese können sein:

kneten, malen, basteln, motorisches Erleben zum Beispiel mit Kastanien, Umfüllen und sortieren von Naturmaterialien, tasten und fühlen von Formen,

Im Freien: barfuß den Boden fühlen, riechen, im Matsch spielen, Wasserpfützen erkunden. Die Umgebung mit allen Sinnen erleben. 

 

Für uns Erwachsene sind es scheinbar ganz einfache Dinge, die die Kinder beschäftigen und faszinieren. Ein Kind allerdings muss diese Dinge wie die Beschaffenheiten,.. erst noch begreifen. Dazu lasse ich genügend Raum. 

Kleinkinder lernen am intensivsten, wenn sie etwas aus sich heraus lernen. Das heißt, sie suchen sich ein Spielmaterial aus und beschäftigen sich minutenlang damit. Das geschieht am häufigsten im Freispiel. 

Wir nehmen uns Zeit um zu beobachten, entdecken, probieren und wiederholen.

Wir wollen hier nicht viel Erleben in wenig Zeit unterbringen, sondern intensive Momente gemeinsam erleben.

Dadurch biete ich keine festen “Basteltage, Naturtage,... “ an. Trotzdem kommt das kreative Ausleben bei uns nicht zu kurz. Wenn ein Kind Interesse an etwas bestimmten zeigt, gehe ich darauf ein und überlege mir, wie das Interesse gestillt werden kann. Hierbei ist mir auch wichtig, dass das Kind in einem sinnvollen, auf sein Alter abgestimmten Ramen, Entscheidungen im Alltag mitbestimmen darf.

Merke ich im Freispiel allerdings, es schleicht sich etwas Langeweile ein, habe ich genügend Ideen etwas anderes anzubieten und zum Ausprobieren zu animieren. 

 

Angebote für die Kinder können sein: 

motorisch: Naturmaterialien umfüllen, farblich sortieren, einfache Bastelarbeiten, aber auch Alltägliches wie Blumen pflücken und balancieren tragen zur Förderung der Motorik bei

musikalisch: singen,musizieren 

körperlich: tanzen, turnen, im Freien bewegen

mit allen Sinnen lernen: fühlen, riechen, schmecken, hören und sehen

 

Die Entwicklungsschritte der Kinder werden dokumentiert und zusätzlich in Form eines Portfolios festgehalten. Dazu werden auch Bilder von den Kindern als Erinnerung gemacht.

Verlässt ein Tageskind unsere Gruppe durch den Wechsel in den Kindergarten oder aus anderen Gründen, gestalte ich den Übergang für die Gruppe und das Kind so schön wie möglich. Zum Beispiel durch Spaziergänge zum Kindergarten und thematisiere die Veränderung in passenden Situationen. 

Der Abschied und der letzte Tag in der Tagespflege wird zusammen gefeiert und besonders gestaltet.

 

Die Verantwortung für das richtige Verhalten von Nähe und Distanz liegt immer bei mir. Mir ist ein herzlicher, liebevoller Umgang mit den Kindern wichtig. Das Berühren nicht nur beim Wickeln, sondern auch zum Trösten und Beruhigen ist selbstverständlich, wenn das Kind das Bedürfnis verbal oder nonverbal äußert. Aufgezeigte Grenzen der Kinder, der Eltern und meinerseits werden geachtet. 

 

Um pädagogisch weiterhin informiert zu bleiben, nehme ich jährlich an verschiedenen Fortbildungen teil, die zu einem Teil, auch den Kinderschutz betreffen. Hierzu schreibe ich momentan noch an meinem Schutzkonzept.

Außerdem bin ich im regelmäßigen Austausch mit Kolleginnen und meiner Fachberatung (die auch Hausbesuche vornimmt). Um weiterhin meine Pflegeerlaubnis aktuell zu halten, nehme ich unter anderem an 1. Hilfe Kursen Teil.

 

In unserem Haushalt achte ich natürlich auf Sauberkeit und Hygiene. Unsere Hunde haaren kaum bis gar nicht, weshalb sich sehr selten ein Haar bei uns finden lässt.

 

 

 

Tagesablauf

 

Wie im Vorwort bereits beschrieben, lege ich Wert auf selbstbestimmtes Spielen. Die Kinder dürfen ihren Interessen nachgehen, ganz egal wie lange es dauert. Um dafür genügend Zeit zu haben, achte ich auf einen lockeren Tagesablauf. Ich richte mich hier nach folgenden Bestandteilen:

 

7.30 -8.00 Uhr  Bringzeit

ca 8.00 Uhr  kurzer Morgenkreis

ca 8.30 Uhr - 9.00 Uhr  gemeinsames Frühstück

ab ca 9.00 Uhr   Freispiel, Angebote, Spielplatz oder Naturzeit

11.00 Uhr                            Mittagsschlaf/ Ruhephase

12.30 Uhr  feste Abholzeit

 

Natürlich dürfen die Kinder auch zwischendurch jederzeit essen. 

Da ich momentan nur Vormittags betreue und jedes Kind einen anderen Geschmack hat, bringen die Eltern das Essen selbst mit. Ich wärme gerne mitgebrachtes Essen auf, wenn dies gewünscht ist. Ebenso natürlich Flaschennahrung und Brei.

Windeln sowie spezielle Pflegeprodukte, Matschkleidung und Ersatzkleidung bringt die Familie mit.

Schlafenszeiten werden bei Bedarf auf die derzeit zu betreuenden Kinder abgestimmt.

Hierzu wird ruhige Musik zum Übergang in die Ruhephase abgespielt. Nach Absprache übernehme ich auch einfache Einschlafrituale der Familien, wenn dies gewünscht ist.

Total gerne machen wir Ausflüge durch Wernau mit unserem Bollerwagen. Diese führen entweder ins Grüne, auf den Spielplatz oder in die Bücherei. Oftmals aber führt uns der Weg ganz woanders hin, weil wir unterwegs etwas Spannendes beobachten (Baustelle, Laubbläser, Traktoren,..). Dann lassen wir uns auch gerne mal von unserem Weg abbringen. Unterwegs gibt es unser zweites Frühstück unter freiem Himmel, was die Kinder immer besonders toll finden, weil es immer so viel zu schauen gibt.

 

 

 

Wie geht es los?

 

Sie sind auf mich aufmerksam geworden, wie geht es weiter?

Bevor ich Ihr Kind betreuen kann, bedarf es viel Informationsaustausch.

Entweder sind Sie über den Tageselternverein Esslingen auf mich aufmerksam geworden, dann haben Sie schon einige Informationen erhalten. Falls Sie auf andere Weise auf mich zugekommen sind, verweise ich Sie für ein erstes Infogespräch an den TEV Esslingen.

 

1. Erstkontakt

Ein erstes Beschnuppern findet entweder im sicheren Zuhause des Kindes oder hier in der Kindertagespflege statt. Das Kind kann mich beschnuppern, Sie als Eltern können mich kennenlernen und ich kann mir ein kleines Bild darüber machen, ob das Kind zur bestehenden Gruppe passt. Falls nicht schon geschehen, weise ich hier auf meine Konzeption hin.

 

 

Nach ein paar Tagen beidseitiger Bedenkzeit treten wir nochmals in Kontakt und besprechen das weitere Vorgehen. Entscheiden wir uns für eine Betreuung, lasse ich Ihnen einen kleinen Fragebogen zukommen, in dem Sie im Voraus schon ein paar Dinge notieren können. Beispielsweise, was die Vorlieben Ihres Kindes sind, Krankheiten oder andere Besonderheiten.

 

2. Betreuungsvertrag

Zum zweiten Termin lade ich Sie als Eltern/ Elternteil ohne Kind zu mir ein, um noch offene Fragen Ihrerseits zu beantworten und damit wir Informationen austauschen können, die für mich später bei der Betreuung wichtig sind (Fragebogen). Anschließend werden wir den Betreuungsvertrag gemeinsam abschließen.

Und schon geht es los.

 

 

 

Die Eingewöhnung

 

Die Eingewöhnungsphase ist eine sehr sensible Phase. Sie braucht viel Zeit und Einfühlungsvermögen. Die ersten Wochen in der Tagespflege können für das Kind eine große Umstellung sein. Es lernt eine neue Bezugsperson kennen und entdeckt noch fremde Räumlichkeiten. Auch der veränderte Tagesablauf und die anderen Kinder in der Tagespflege sind für das Kind neu. Vor allem die mehrstündige Trennung zur Bindungsperson kann mit Stress verbunden sein. 

Das sind viele Eindrücke, die verarbeitet werden müssen und dazu brauchen wir Zeit. Um eine vertrauensvolle Basis zu mir als Tagespflegeperson zu schaffen, die Voraussetzung dafür ist, damit sich das Kind in der Tagespflege wohl und geschützt fühlt, rechnen Sie bitte mit einer Eingewöhnungszeit von vier bis sechs Wochen. Vor allem in dieser Zeit ist die Bindungsperson, die das Kind zur Eingewöhnung begleitet, jederzeit erreichbar. In dieser Zeit planen sie bitte keinen Urlaub.

Die Eingewöhnung wird auf das Kind speziell abgestimmt. Ich richte mich hierbei nach dem Modell der partizipatorischen Eingewöhnung.

Diese ist in folgende Schritte unterteilt und könnte in etwa so aussehen:

 

Phase 1: Informieren

Es beginnt eigentlich schon mit unserem Kennenlerntreffen. Ich erkläre Ihnen, wie wir die Eingewöhnung starten und wie diese grob ablaufen wird. Sie haben jederzeit Raum für Fragen, die ich Ihnen gerne beantworte. Wir tauschen uns entweder hier, oder bei einem erneuten Termin für den Betreuungsvertrag, über die Interessen, Besonderheiten und Vorlieben Ihres Kindes aus. Ihr Kind lernt mich, eventuell die anderen Tageskinder und die Betreuungsräume kennen und erkennt sie dann beim nächsten Mal schon wieder.

 

Phase 2: Ankommen in den Räumen

Der Moment ist gekommen. Die Eingewöhnung startet und die Eingewöhnung in der Gruppe beginnt. Die ersten Tage werden Sie mit dem Kind in die Tagespflege kommen und wir werden gemeinsam ein bis zwei Stunden verbringen. Diese Tage laufen wie eine Art “Spielbesuch” ab. Sie kommen täglich, etwa zur gleichen, fürs Kind passenden Zeit zu uns. Ihr Kind wird alles noch genauer kennenlernen und sich in seinem Tempo mit den Dingen vertraut machen. Die Begleitperson kümmert sich in dieser Zeit um die Bedürfnisse des Kindes. Das heißt Wickeln, Trösten, Betreuen der Essenssituation. Erst etwas später werde ich diese Aufgaben langsam übernehmen.

In dieser Phase ist das Ziel, dass das Kind sich alles in Ruhe anschauen darf und merken kann, dass Sie sich als Begleitung ebenso entspannt in diesen Räumen verhalten, wie es das Kind später sein darf. Wir spielen gemeinsam und es lernt spätestens jetzt die anderen Kinder kennen. In diesen Tagen soll alles aus eigener Initiative vom Kind aus geschehen, wenn es das schon möchte. 

 

Phase 3: in Kontakt gehen

Mit der Zeit werde ich versuchen, mich etwas mehr in den Fokus des Kindes zu stellen und erinnere mich hierbei an die Infos und Interessen vom Kind, die Sie mir haben zukommen lassen. Falls dies gelingt, werden wir Sie als Bindungsperson langsam und achtsam etwas in den Hintergrund rücken lassen. Hierbei sind Sie zurückhaltender und nicht mehr mitten im Spielgeschehen, aber dennoch präsent für Ihr Kind, falls es sie braucht. Bis Sie nach ein paar weiteren Tagen zum Beispiel am Tisch sitzen werden und “etwas lesen oder arbeiten” werden. Hierbei sind Sie immer jnoch im selben Raum. 

 

Phase 4: Beziehung aufbauen

Wenn das Kind schon gerne auf meine Spielangebote eingeht und sich nicht dauerhaft bei Ihnen als Begleitperson absichern möchte, beginnt langsam der Beziehungsaufbau. Hier ist dann auch der Moment gekommen, bei dem ich achtsam Aufgaben der Begleitperson übernehmen werde. Beispielsweise die Situation am Tisch, Lätzchen ummachen, Hände waschen oder den Raum mit dem Kind wechseln. Fühlt sich das Kind mit allem wohl und lässt sich bei kleinem Missmut von mir beruhigen, könnte der nächste Schritt sein, dass Sie mal eben “auf die Toilette” gehen. An diesem Punkt war ich auch schon in der Wickelsituation anwesend und kann schon bald diese Aufgabe übernehmen und schauen, ob sich das Kind auch hiermit wohl fühlt.

 

Phase 5: sich in den Räumen der Kindertagespflege wohl fühlen

Beobachte ich wiederholt, dass 

  • Ihr Kind in einem guten Kontakt mit mir und den anderen Kindern ist
  • ohne sich oft bei Ihnen rückversichert oder Ihre Anwesenheit prüft
  • in freier Erkundungstour durch die Räume geht
  • vertieft sich im Spiel und probiert interessiert aus
  • lässt sich von mir helfen und trösten

wissen wir, dass sich das Kind wohl fühlt und…

 

Phase 6: …bereit für den Abschied ist

Wir waren und sind achtsam vorgegangen und sind der Meinung, dass das Kind ohne die Begleitperson entspannt bleiben kann? Dann entscheide ich jetzt spontan in Absprache mit der Bindungsperson, ob nun ein guter Zeitpunkt für den ersten Bleibeversuch ist. Sind wir einer Meinung, können Sie mal “kurz zum Auto”. Hat auch das gut geklappt, können Sie einen kleinen Spaziergang machen. Hierbei ist wichtig, dass sich das Kind bei kleiner Traurigkeit und Tränen von mir rasch trösten lässt. Wenn nicht, sind Sie in der Nähe und zügig wieder bei uns. Diesen Tag beenden wir mit etwas Positivem und nehmen keinen erneuten Bleibeversuch vor. Der nächste Versuch wird erst wiederholt, wenn sich die Situation am nächsten Tag wieder entspannt anfühlt und wir verkürzen eventuell auch die Zeit der Trennung, um die Chance auf einen Erfolg zu steigern. 

 

Phase 7: die Betreuung wird zum Alltag

Nun hat sich die Beziehung vom Kind zu mir vertieft. Das Kind hat Vertrauen zu mir und fühlt sich rundum wohl. Wir können nach und nach die Zeiten ausweiten, in denen Sie nicht in den Räumen sind, bis wir bei der künftigen Betreuungszeit angekommen sind. Auch in dieser Zeit des Übergangs sind sie schnellstmöglich wieder bei uns in der Kindertagespflege, um Ihrem Kind die Sicherheit zu geben, die es braucht, um entspannt beim nächsten Mal hier anzuknüpfen zu können.

 

 

Jede Eingewöhnung läuft anders ab, und aus eigener Erfahrung mit meinem Kind ist mir diese sensible Zeit besonders wichtig! In der Eingewöhnung stehen die Bedürfnisse des Kindes an erster Stelle.

Jeder Schritt den wir in der Eingewöhnung gehen, ist auf das Eingewöhnungskind

abgestimmt. Wir gehen mit dem Kind, wenn es zügiger alleine hier bleiben möchte als erwartet. Wir passen uns an, wenn das Kind drei Schritte zurück macht, um nochmal Vertrauen zu gewinnen, und bleiben dabei entspannt und zuversichtlich. 

Denn die Eingewöhnung klappt langfristig nur, wenn sich das Kind sicher fühlt. Deshalb wird bei uns auch nach der partizipatorischen Eingewöhnung gelebt.

Kurz: Das Kind entscheidet durch seinen Zugewinn an Vertrauen und seinem sich steigernden Erkundungsverhalten den Verlauf der Eingewöhnung. 

In der Eingewöhnungsphase bitte ich darum, Ihr Handy zurückhaltend zu benutzen, damit das Kind Ihre Aufmerksamkeit genießen darf, sobald es diese braucht. Sie können sich aber auch gerne ein Buch oder ähnliches mitbringen. 

Die wichtige Aufgabe der Eltern/ Begleitperson ist außerdem, dem Kind ein entspanntes Gefühl zu vermitteln, während ich durch meine liebevolle und zugewandte Art Sicherheit ausstrahle und das Spiel interessant gestalte und die Neugierde und Freude des Kindes unterstütze. 

Trotz aller Achtsamkeit dürfen Tränen auch mal sein- solange wir nicht das Vertrauen beschädigen! Auch hierbei dürfen Sie als Begleitperson und ich als Tagespflegeperson ruhig und zuversichtlich bleiben.

 

 

Erziehungspartnerschaft

 

Für die bestmögliche Entwicklung des Tageskindes, ist es unverzichtbar, eine gute Kommunikationsbasis zwischen mir als Tagespflegeperson und den Eltern der Tageskinder zu pflegen. Schließlich kann das Tageskind vieles selbst noch nicht kommunizieren. Im Gespräch mit den Eltern erfahre ich so wichtige Dinge, die es mir möglich machen, das Kind bestmöglich zu begleiten. 

Die Kommunikation findet folgendermaßen statt

 

  1. Tür und Angelgespräch
  2. Entwicklungsgespräch
  3. Informationsgespräch
  4. Telefonkontakt, Emailkontakt und Flip App 

 

1. ist ein kurzer, täglicher und wechselseitiger Austausch von Informationen, die für die Betreuungszeit oder die Eltern von Bedeutung sind und findet zu den Bring und Abholzeiten statt

2. findet einmal jährlich in Form eines Austausches zwischen Ihnen als Eltern und mir statt, bei dem wir uns über die Entwicklung Ihres Kindes unterhalten.

3. kann beidseitig erfolgen für einen Informationsaustausch über wichtige Ereignisse und Veränderungen in der Familie, Erkrankungen des Kindes, uvm

4. Nach Ende der Betreuungszeit bin ich für die Eltern telefonisch und über Textnachrichten nur noch im Notfall erreichbar. Über die App flip oder per Mail können kurze, wichtige Nachrichten oder Fragen gesendet werden. Diese beantworte ich in der Regel täglich. 

Alles, was bis zum Start des nächsten Betreuungstages warten kann, wird zu den Bring und Abholzeiten im kurzen Tür und Angelgespräch ausgetauscht.

Insbesondere bei der Kommunikation über diverse Messagerdienste bitte ich darum, von Sprachnachrichten und langen Textnachrichten abzusehen.

 

In der Erziehungspartnerschaft mit Ihnen als Eltern ist mir eine offene und ehrliche Kommunikation besonders wichtig. Ich begegne dem Tageskind sowie seinen Eltern respektvoll und erwarte dies auch von den Eltern meiner Tageskinder. 

Ein gutes Verhältnis in der Erziehungspartnerschaft bedeutet auch immer, dass sich  das Tageskind in der Tagespflege sicher und geborgen fühlen kann. 

 

 

 

Adressen und Ansprechpartner

 

Als Tagesmutter im Kreis Esslingen und für sie als Eltern sind unsere Ansprechpartner

 

Tageselternverein Kreis Esslingen

Frau Ruth Schmidt 

Martinstraße 8, 73728 Esslingen

0711 4692427-36

r.schmidt@tev-kreis-es.de

 

 

Jugendamt Esslingen

Pulverwiesen 11, 73726 Essingen

0711 390242650

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